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Online seit: 13.01.2026         

KI ist nicht Böse – Einordnung & Erklärung


In den Medien und sozialen Netzwerken tauchen immer häufiger Berichte auf, in denen es heißt, eine KI habe etwas „gesagt“, „empfohlen“ oder sogar „verursacht“. Besonders dann, wenn etwas schiefgeht, entsteht schnell der Eindruck, als würde die Technologie selbst handeln oder Entscheidungen treffen.


Dabei wird oft übersehen: Eine KI ist kein Wesen mit eigenem Willen. Sie denkt nicht, plant nicht und handelt nicht selbstständig. Sie ist ein Werkzeug – vergleichbar mit einem Hammer.


Ein Hammer kann beim Hausbau helfen. Er kann aber auch Schaden anrichten, wenn er falsch benutzt wird. Niemand würde sagen, der Hammer sei „schuld“. Entscheidend ist immer, wie ein Werkzeug eingesetzt wird.
Bei KI ist das ähnlich. 

Sie reagiert auf Eingaben, auf Fragen und auf Formulierungen. Wer lange genug ausprobiert, Sätze umformuliert oder gezielt in eine bestimmte Richtung fragt, bekommt auch Antworten in genau diese Richtung – auch wenn diese Richtung vielleicht unschön ist. Das können mitunter auch unschöne oder problematische Antworten sein. Nicht, weil die KI etwas „meint“ oder absichtlich so reagiert, sondern weil der Mensch Schritt für Schritt genau auf diese Antwort hingearbeitet hat. So funktioniert eine KI nun einmal.


Was viele Menschen zusätzlich verunsichert, sind Videos auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder anderen sozialen Medien. Dort werden manchmal kurze Ausschnitte gezeigt, manchmal auch längere Videos, in denen Menschen über viele Minuten oder sogar eine Stunde mit einer KI sprechen und das Gespräch aufzeichnen.

Solche Videos wirken auf den ersten Blick sehr überzeugend. Man sieht eine Person, man hört die KI antworten, alles scheint nachvollziehbar dokumentiert zu sein.
Was dabei trotzdem fast nie sichtbar ist, ist der gesamte Hintergrund: welche Fragen vorher gestellt wurden, welche Antworten verworfen wurden, wie oft umformuliert wurde oder ob bestimmte Teile des Gesprächs später weggelassen oder neu zusammengesetzt wurden.






Auch ein langes Video zeigt immer nur das, was gezeigt werden soll. Ob ein Gespräch vollständig, unverändert oder gezielt ausgewählt ist, lässt sich von außen kaum beurteilen – selbst dann nicht, wenn es sehr professionell wirkt.

Gerade deshalb ist es wichtig, nicht jede einzelne Antwort sofort für bare Münze zu nehmen. Wenn eine KI zum Beispiel sagt, etwas sei ungefährlich oder essbar, heißt das nicht, dass man aufhört, selbst zu denken. Niemand würde einen unbekannten Pilz essen, nur weil eine einzige Quelle sagt, es sei unproblematisch. Man würde nachlesen, vergleichen, Fachleute fragen oder ganz einfach vorsichtig sein.

Das gilt im Alltag genauso wie bei KI. Auch bei Suchmaschinen verlässt man sich nicht blind auf den ersten Treffer. Man schaut weiter, prüft andere Seiten, gleicht Informationen ab. Genau diese Grundhaltung braucht es auch im Umgang mit KI.

In sensiblen Bereichen wie Medizin, Technik oder Industrie arbeiten KI-Systeme außerdem nie allein. Dort legen Menschen fest, wofür sie eingesetzt werden dürfen, wo ihre Grenzen liegen und wann eingegriffen werden muss. Entscheidungen entstehen nicht automatisch, sondern innerhalb von klaren Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten.

Aus diesem Grund gibt es den EU AI Act. Er richtet sich nicht gegen KI, sondern sorgt dafür, dass Verantwortung klar geregelt bleibt. Er legt fest, wer ein System entwickelt, wer es einsetzt und wer im Ernstfall haftet. Nicht die Software trägt Verantwortung, sondern die Menschen und Organisationen, die sie nutzen.

Vielleicht hilft es, bei all den Videos und Berichten einen Schritt zurückzugehen. KI ist weder gut noch böse.




Sie ist ein Werkzeug. Entscheidend ist, wie wir mit ihr umgehen – und ob wir bereit sind, Informationen zu hinterfragen, statt sie ungeprüft zu übernehmen.


Online seit: 05.01.2026

Thema: Robotic - Roboterwelt Automatisierung



Gedanken aus der Praxis



Was viele unterschätzen:
Das Teuerste an KI und Robotics ist nicht die Hardware, sondern die Arbeitszeit.
Entwicklung, Testen, Trainieren, Fehler finden und immer wieder nachjustieren – genau dieser Teil kostet Zeit. Sehr viel Zeit.
Die Hardware selbst ist dabei meist das kleinere Thema.Sie wird günstiger, besser verfügbar und ist gut skalierbar



Der eigentliche Aufwand liegt im Zusammenspiel:

  • in der Logik,
  • im Lernen,
  • in sauberen Abläufen,
  • in der Fehlerbehandlung
  • und darin, Systeme so zu bauen, dass sie im Alltag wirklich funktionieren und für Menschen nutzbar sind.

Durch Automatisierung verändert sich das zunehmend.

Nicht, weil Arbeit verschwindet, sondern weil vor allem die wiederholbare Denk- und Umsetzungsarbeit Schritt für Schritt automatisiert wird.
Lösungen müssen dadurch nicht jedes Mal neu von Grund auf erarbeitet werden.
Genau deshalb werden solche Systeme langfristig auch leistbarer.
Nicht aus Marketinggründen, sondern weil sich einmal investierte menschliche Arbeitszeit auf viele Anwendungen und Geräte verteilen lässt.
Das ist die Realität – und die Richtung, in die sich Technologie aktuell entwickelt.


Online seit: 01.01.2026

Ein Foto ist schnell gepostet. Die Wirkung bleibt. 

Dieses Video macht sichtbar, wie aus einem harmlosen Kinderfoto etwas werden kann, das man nicht mehr kontrolliert.

-Ende-


Online seit: 23.12.2025

 Wenn Digitalisierung Orientierung braucht –
Gedanken zur Selbstständigkeit des Menschen

In den letzten Jahren hat sich der Alltag vieler Menschen stark verändert.
Vertraute Abläufe verschwinden, Prozesse werden digital, Entscheidungen automatisiert. Bargeld wird seltener, Tickets, Vignetten und Behördengänge verlagern sich in Apps und Online-Systeme.
Diese Entwicklung ist technisch sinnvoll und oft effizient. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein wachsendes Phänomen: Viele Menschen verlieren dabei den Überblick und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

Aussagen wie:
„Ich kenne mich nicht mehr aus“,
„Das macht eh alles wer anderer“
- oder -
„Dafür bin ich zu blöd“
werden immer häufiger.


Was hier sichtbar wird, ist kein Technikproblem.
Es ist ein Orientierungsproblem.
Aus biologischer Sicht entsteht dabei häufig erlernte Hilflosigkeit. Aus gesellschaftlicher Sicht geht Selbstständigkeit verloren, wenn Menschen nicht aktiv in Veränderungen eingebunden werden.


Parallel dazu entwickeln sich digitale Assistenzsysteme weiter. Digitale Helfer im Alltag – ob am Smartphone, im Auto oder künftig auch im Wohnraum – werden selbstverständlicher. Sie können entlasten, erinnern, organisieren und unterstützen.
Die entscheidende Frage ist dabei nicht, ob diese Systeme helfen, sondern wie.
Technik kann Menschen stärken – oder sie unbewusst entmündigen. Wenn Abläufe vollständig übernommen werden, ohne dass Verständnis entsteht, verlernt der Mensch Schritt für Schritt, selbst zu handeln und zu entscheiden.


Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist diese Entwicklung relevant. Wer mit vollständiger Automatisierung aufwächst, braucht bewusst Räume, in denen Denken, Ausprobieren, Scheitern und Lernen stattfinden dürfen. Frustrationstoleranz, Eigeninitiative und Selbstvertrauen entstehen nicht automatisch – sie entstehen durch Erfahrung.
Genau hier setzt Digitana an.


Digitale Unterstützung soll verständlich, erklärbar und nachvollziehbar sein. Ziel ist nicht, Technik abzunehmen, sondern Menschen so zu begleiten, dass sie selbst sicher damit umgehen können.


Denn echte Digitalisierung ist nicht die Abwesenheit von Denken.
Sie ist die Verbindung von Technik und menschlicher Selbstständigkeit.


- Ende -



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